Über uns

Im Naturschutzgebiet Zentrale Wüste, Baja California, Mexiko
Peter Grünthaler - Jahrgang 1941
Hatte schon Fernweh als er noch zur
Schule ging, weshalb er in jungen Jahren um ein Haar als Funker auf einem Frachter angeheuert hätte. Letztendlich blieb er aber doch im und auf dem Land. Ehefrau, zwei Söhne, Reihenhaus - bürgerlicher geht's nicht. Aber während er, des Ein- und Auskommens wegen, eifrig CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen an die Industrie verkaufte, kam das Fernweh zurück und plagte ihn immer heftiger. Er wollte endlich. etwas sehen von der Welt und träumte vom Weltumsegeln. Weil es Peter nie beim Träumen beließ, lernte er segeln und navigieren. Warum dann aus der Weltumseglung doch nichts wurde? Siehe rechte Spalte:

Auf der Fähre von Haines nach Skagway, Alaska
 Reisen im Wohnmobil wurde sehr schnell zu unserem Lebensinhalt. Dass später ein Hund zur Familie gehörte, tat der Reiselust keinen Abbruch.
Groenendael, Belgischer Schäferhund, Deutscher Klub für Belgische Schäderhunde

Groenendaelhündin 

Eyleen von der Diesbrunner Höhe.
Den Flug nach Halifax verschlief sie in einer stabilen Hundebox.
Die Groenendaels gehören zu den Belgischen Schäferhunden. Hier erfahren Sie mehr
Am Playa el Tecolote bei La Paz, Baja California, Mexiko
Hildegard Grünthaler - 
Jahrgang 1949
Hütete zuerst im Kindergarten fremde Steppkes und später zuhause die eigenen. Mit dem Fernwehbazillus hat sie sich erst in späteren Jahren  infiziert. Fernweh ist nämlich ansteckend. Hat wegen Peters Weltumseglerplänen natürlich auch Segeln und Navigieren gelernt, hat mit ihm auch zweimal eine Yacht gechartert, dann aber verkündet: "Weltumsegeln - nicht mit mir!" Außerdem stellte sie nach einem kritischen Blick auf den Globus fest, dass man wesentlich mehr von der "Welt" sieht, wenn man festen Boden unter den Füßen, bzw. den Rädern hat. Aus Peters Traumyacht wurde ein reales Wohnmobil. Der Rest steht in "Tausend Tage Wohnmobil" und in »On the Road - Ein Jahr mit Wohnmobil und Hund durch Nordamerika«

Zeitungsbericht in den Erlanger Nachrichten
vom 04.04.2024

Inzwischen sind wir ein wenig älter geworden und längst sesshaft. Dem Schreiben bin ich treu geblieben.

Bericht in den Erlanger Nachrichten vom 04.04.2024

Amerika, Australien und Neuseeland im eigenen Wohnmobil - alle hielten uns für verrückt.

»Ein wenig verrückt wart ihr ja schon immer«, stellte die Nachbarschaft fest. 
Damit waren wir gemeint. Hildegard und Peter Grünthaler, ein gutbürgerliches Ehepaar, mit zwei erwachsenen Söhnen und einem längst abbezahlten Reihenhaus. 
Mag sein, dass man uns wirklich für verrückt hielt. Wenn das halbe Dorf an unserer Garage vorbei zur Kirchweih pilgerte, während wir, angetan mit Schutzmasken und Handschuhen unsere eigenen Surfbretter shapten und laminierten, ernteten wir mehr als ein verwundertes Kopfschütteln. Und wenn dann aus dem Festzelt bierselig und lautstark »Countryroads take me home!« ertönte, wusste zumindest Peter bereits, dass er die Countryroads nach West Virginia irgendwann mal selbst befahren wollte, denn mit seinem von frühester Jugend an schwelenden Fernweh hat er mich erst später angesteckt.
Als wir anfingen, unser Haus auszuräumen und die Möbel zu verkaufen, damit eine junge Arztfamilie mit ihren monatlichen Mietzahlungen unsere große Traumreise mitfinanzieren konnte, war das allgemeine Kopfschütteln gar nicht mehr so groß. Die Nachbarschaft wusste ja nicht, dass Peter ursprünglich die Welt umsegeln wollte. Weil aber ich nach dem zweiten Yachtchartern gesagt hatte: »Weltumsegeln, nicht mit mir!«, wartete nun statt einer Segelyacht ein aus zweiter Hand gekauftes Bimobil auf einem 410er Mercedes vor der Haustür aufs Beladen.
In der Firma hielt man Peter auch für verrückt. Mit 56 einen lukrativen Job aufgeben, um künftig durch die Welt zu ziehen, anstatt CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen an den Mann, bzw. die Industrie zu bringen, kam eben auch nicht so oft vor.
Dass wir das Wohnmobil, das wir auf den allerletzten Drücker gekauft hatten, erst auf der Fahrt nach Bremerhaven mit einer allerersten Übernachtung einweihten, war wahrscheinlich wirklich verrückt. 
Erfahrene Langzeitreisende erklärten uns dann auch, dass man das richtige Reisen erst lernen müsse, weil viele zu Anfang den gleichen Fehler begingen wie wir, und viel zu ungeduldig und zu schnell losdüsten. In den folgenden drei Jahren hatten wir dann aber genügend Zeit es zu lernen. Damit nachfolgende Reisende diese Fehler nicht wiederholen, habe ich auch darüber in den »Tausend Tagen« berichtet. 
Während dieser erlebnisreichen Zeit ging uns das Reisen im Wohnmobil so sehr in Fleisch und Blut über, dass wir einige Jahre später, inzwischen hatten wir einen Hund, noch einmal ein Wohnmobil für ein Jahr über den Großen Teich nach Nordamerika schickten. 
Natürlich ist auch darüber ein Buch entstanden. In »On the Road - Ein Jahr mit Wohnmobil und Hund durch Nordamerika« erfährt der reisefreudige Hundehalter, was er beachten muss, wenn er seinen Vierbeiner mit über den großen Teich nehmen will. Natürlich ist das Buch nicht nur für Hundehalter interessant, denn alle wichtigen planungsrelevanten Details wurden übersichtlich in den Infoteil verbannt. 

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